Ereignisbild

Aus der immensen Fülle der Ereignisbilder greifen wir exemplarisch heraus:
- Trauerzug der Pfalzgräfin Hedwig, Tochter Herzog Johann Adolfs von Gottorf, im Jahre 1657, Kupferstich[Abb. E 536]. Ein kulturgeschichtlich aufschlussreiches Dokument zur Beisetzung einer „fürstlichen Leich“, der namentlich aufgeführte Repräsentanten verschiedener gesellschaftlicher Stände die letzte Ehre erweisen.
- Ansicht von Stadt und Schloss Kiel mit der Ehrenpforte zum Einzug Herzog Karl Friedrichs und seiner Gemahlin Anna Petrowna am 26. August 1727 vor dem Schuhmachertor, Federzeichnung über Bleistift von F. B. Werner [Abb. Kiel I,12 – 349]. Aus dieser Ehe mit der russischen Zarentochter entspross Karl Peter Ulrich, später Zar Peter III. und Gemahl Katharina der Großen.
- Die Französische Flotte im Kieler Hafen 1854, Lithographie von Adolf Burmester [Abb. Frz. Flotte Ki Hafen…]. Die englische und französische Marine nutzte den Kieler Hafen als Stützpunkt während des Krimkriegs 1854/55.
- Stapellauf des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm der Große“ auf der Germaniawerft 1899, dokumentarisches Foto [Abb. Stapellauf 105]. Seit 1871 Reichskriegshafen, entwickelte sich Kiel, zumal nach den Flottengesetzen 1898ff., zum bedeutenden Werftstandort im Deutschen Reich.
- Der erste Spatenstich des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Nord-Ostsee-Kanal) 1887, Federzeichnung von Adolf Lohse [Abb. NO-Kanal A1_106]. Abschied vom alten Eiderkanal, dessen Idylle noch einmal in den Retro-Zeichnungen beschworen wird, und Baubeginn für den neuen großen Kanal, der Nord- und Ostsee zwischen Brunsbüttel und Holtenau verbindet. Ursprünglich vor allem seestrategisch begründete Passage im Maßstab des neuen Verkehrszeitalters, entwickelte sich der NOK zur modernen Wasserstraße für den Seehandel.
- Torpedoboote an der Mole von Helgoland, Ölgemälde 1916 von Ludwig Kath [Abb. LH 1-1996]. Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland war im 1. Weltkrieg ein gegen England gerichteter Stützpunkt der Torpedoboot-Flotte.
- Gefangenenlager Erfde, 1915, Fotoalbum [Abb. Gefangenenlager Erfde _921]. Hier waren während des 1. Weltkriegs russische Kriegsgefangene interniert.
- König Christian X. reitet nach der Abstimmung bei Christiansfeld über die alte Grenze zwischen dem Königreich Dänemark und dem Herzogtum Schleswig, Ölgemälde 1920 von Alfred V. Jensen [Abb. LH 5 – 2004]. Die Abstimmung von 1920 entschied die nationale Zugehörigkeit von Nordschleswig (1. Zone) zwischen Königsau und Wiedau. Mit klarer Mehrheit stimmte die Bevölkerung für Dänemark, im Gegensatz zur 2. Zone (Stadt Flensburg und Teile der Landkreise Flensburg, Tondern und Husum), in der für Deutschland votiert wurde.
- Bau des Hindenburgdamms, Foto der 1923 begonnenen Bauarbeiten am Eisenbahndamm zwischen dem Festland und der Insel Sylt. [Abb. Hindenburgdamm _1 04] Einweihung 1927 durch Reichspräsident Paul von Hindenburg.
- Aufmarsch der SA-Gruppe Nordmark am 7. Mai 1933 auf dem Kieler Nordmarksportfeld, Postkarte aus dem Fotoalbum eines SA-Standartenführers [Abb. Kiel Aufmarsch SA 33_915]. Eine Massenkundgebung der NSDAP wenige Monate nach der Machtergreifung.
- Luftbild vom zerbombten Kiel, 1944 [Abb. Kiel IX 73,3_908], Foto aus einem Konvolut von Luftbildaufnahmen zerstörter deutscher Städte 1943/44; Auftraggeber war Albert Speers Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion. Die Luftaufnahme zeigt im Vordergrund das Großschadensgebiet an der unteren Holtenauer Straße und der Gerhardstraße (rechts) mit dem allein unbeschädigten Bunker an der im Wiederaufbau aufgehobenen Christianistraße – wenige Jahre später das Baufeld für die modellhafte städtebauliche Neuordnung (sog. „Kersigbauten“, „Klagemauer“)
- Ministerpräsident Helmut Lemke (##) und ###. Foto aus einem Album zum 70. Geburtstag Lemkes [Abb. wird noch fotografiert]

Aus der immensen Fülle der Ereignisbilder greifen wir exemplarisch heraus:

Trauerzug der Pfalzgräfin Hedwig, Tochter Herzog Johann Adolfs von Gottorf, im Jahre 1657, Kupferstich. Ein kulturgeschichtlich aufschlussreiches Dokument zur Beisetzung einer „fürstlichen Leich“, der namentlich aufgeführte Repräsentanten verschiedener gesellschaftlicher Stände die letzte Ehre erweisen.

Trauerzug der Pfalzgräfin Hedwig

Großer Trauerzug für Pfalzgräfin Hedwig

Ansicht von Stadt und Schloss Kiel mit der Ehrenpforte zum Einzug Herzog Karl Friedrichs und seiner Gemahlin Anna Petrowna am 26. August 1727 vor dem Schuhmachertor, Federzeichnung über Bleistift von F. B. Werner. Aus dieser Ehe mit der russischen Zarentochter entspross Karl Peter Ulrich, später Zar Peter III. und Gemahl Katharina der Großen.

Ansicht von Stadt und Schloss Kiel

Das Kieler Panorama von der Wasserseite

Die Französische Flotte im Kieler Hafen 1854, Lithographie von Adolf Burmester. Die englische und französische Marine nutzten den Kieler Hafen als Stützpunkt während des Krimkriegs 1854/55.

Französische Flotte im Kieler Hafen

Adolf Burmester, Französische Flotte im Kieler Hafen 1854

Stapellauf des Linienschiffes „Kaiser Wilhelm der Große“ auf der Germaniawerft 1899, dokumentarisches Foto. Seit 1871 Reichskriegshafen, entwickelte sich Kiel, zumal nach den Flottengesetzen 1898ff., zum bedeutenden Werftstandort im Deutschen Reich.

Stapellauf „Kaiser Wilhelm der Große“

Stapellauf, Foto 1899

Der erste Spatenstich des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Nord-Ostsee-Kanal) 1887, Federzeichnung von Adolf Lohse. Abschied vom alten Eiderkanal, dessen Idylle noch einmal in den Retro-Zeichnungen beschworen wird, und Baubeginn für den neuen großen Kanal, der Nord- und Ostsee zwischen Brunsbüttel und Holtenau verbindet. Ursprünglich vor allem seestrategisch begründete Passage im Maßstab des neuen Verkehrszeitalters, entwickelte sich der NOK zur modernen Wasserstraße für den Seehandel.

Kaiser-Wilhelm-Kanal

Adolf Lohse, Der erste Spatenstich für den neuen Kanal

Torpedoboote an der Mole von Helgoland, Ölgemälde 1916 von Ludwig Kath. Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland war im 1. Weltkrieg ein gegen England gerichteter Stützpunkt der Torpedoboot-Flotte.

Torpedoboote an der Mole von Helgoland

Ludwig Kath, Torpedoboote

Gefangenenlager Erfde, 1915, Fotoalbum. In diesem Arbeitslager waren während des 1. Weltkriegs 1000 russische Kriegsgefangene interniert. Es war auf „Antrag der Genossenschaft zur Bodenverbesserung der Sorge-Niederung“ nördlich von Erfde errichtet worden.

Gefangenenlager Erfde

Antreten zum Zähl-Appell

König Christian X. reitet nach der Abstimmung bei Christiansfeld über die alte Grenze zwischen dem Königreich Dänemark und dem Herzogtum Schleswig, Ölgemälde 1920 von Alfred V. Jensen. Die Abstimmung von 1920 entschied die nationale Zugehörigkeit von Nordschleswig (1. Zone) zwischen Königsau und Wiedau. Mit klarer Mehrheit stimmte die Bevölkerung für Dänemark, im Gegensatz zur 2. Zone (Stadt Flensburg und Teile der Landkreise Flensburg, Tondern und Husum), in der für Deutschland votiert wurde.

König Christian X

Alfred V. Jensen: König Christian X. im Triumphzug nach1920

Bau des Hindenburgdamms, Foto der 1923 begonnenen Bauarbeiten am Eisenbahndamm zwischen dem Festland und der Insel Sylt.  Einweihung 1927 durch Reichspräsident Paul von Hindenburg.

Bau des Hindenburgdamms

Bau des Hindenburgdamms

Aufmarsch der SA-Gruppe Nordmark am 7. Mai 1933 auf dem Kieler Nordmarksportfeld, Postkarte aus dem Fotoalbum eines SA-Standartenführers. Eine Massenkundgebung der NSDAP wenige Monate nach der Machtergreifung.

Aufmarsch der SA-Gruppe Nordmark

SA auf dem Nordmarksportfeld

Luftbild vom zerbombten Kiel, 1944. Foto aus einem Konvolut von Luftbildaufnahmen zerstörter deutscher Städte 1943/44; Auftraggeber war Albert Speers Reichsministerium für Rüstung und Kriegsproduktion. Die Luftaufnahme zeigt im Vordergrund das Großschadensgebiet an der unteren Holtenauer Straße und der Gerhardstraße (rechts) mit dem allein unbeschädigten Bunker an der im Wiederaufbau aufgehobenen Christianistraße – wenige Jahre später das Baufeld für die modellhafte städtebauliche Neuordnung (sog. „Kersigbauten“, „Klagemauer“).

Luftbild vom zerbombten Kiel

Das zerstörte Kiel

Das Foto aus einem Album zum 70. Geburtstag von Helmut Lemke,  Ministerpräsident Schleswig-Holsteins von 1963 – 1971, zeigt ihn in seiner Eigenschaft als Bundesratspräsident 1967 auf großer Bühne. Wir sehen Helmut Lemke bei dem berühmten, von Bundespräsident Heinrich Lübke herbeigeführten  Händedruck von Präsident Lyndon B Johnson und General Charles de Gaulle vor der Villa Hammerschmidt in Bonn anlässlich der Trauerfeier für Konrad Adenauer im April 1967 (Lemke in der Mitte über Heinrich Lübke).

Empfang in der Villa Hammerschmidt 1967, Pressefoto

Empfang in der Villa Hammerschmidt 1967, Pressefoto

Deichbau zur Sicherung der Westküste ist ein Thema andauernder Aktualität.

Deicharbeiten in Büsum nach der Sturmflut 1962

Deicharbeiten in Büsum nach der Sturmflut 1962

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